Enterprise Web Content Mangement mit Typo3

Enterprise Web Content Mangement mit Typo3Die Entscheidung für die Wahl eines CMS hängt ab von einer Reihe Kriterien, die vom Unternehmen selbst bestimmt werden müssen. Es gibt viele gute Gründe, die für TYPO3 sprechen. Aber auch einige, die dagegen sprechen. Dies sei bereits an dieser Stelle erwähnt, weil nicht wenige Leute meinen, man lädt sich das System aus dem Internet, läßt den Installer laufen und hat gleich eine fertige Website, 2-sprachig für 150 Redakteure :-)

Zunächst einmal einige Features:

Plattformunabhängiges Verwalten und Editieren von Websites
Alles, was Sie benötigen, um ihre Website oder -sites zu verwalten, mit neuem Content zu bestücken oder vorhandene Designvorlagen auszutauschen, ist eine bestehende Internetverbindung und ein beliebiger Webbrowser, und zwar unabhängig vom verwendeten Betriebssystem.

Rich Text Editor (RTE)
Der RTE ist ein “What-you-see-is-what-you-get”-Editor und erlaubt es den Benutzern, Text zu formatieren, Bilder einzufügen, interne oder externe Links zu setzen. Er ist in seiner Funktion vergleichbar mit gängigen “Word”-Applikationen.

Front-End-Editing
TYPO3 ermöglicht Ihnen neben der Bearbeitung von Seiteninhalten im Backend auch das direkte Editieren in der Frontend-Ansicht, wenn Sie als Benutzer angemeldet sind.

Benutzer und Rollenkonzept
Bei umfangreicheren Websites arbeiten in der Regel verschiedene Mitarbeiter an einem Projekt. Mit TYPO3 können nun den Redakteuren unterschiedliche Zugriffsrechte zugewiesen werden. Je nach Projekt werden nur Seiten und Inhalte angezeigt, die für die Aufgabenstellung des Redakteurs notwendig sind.

Mehrsprachigkeit
TYPO3 unterstützt beliebig viele Sprachversionen im Frontend und ist auf die Erstellung und Organisation mehrsprachiger Sites angelegt. Administratoren können Lokalisierungen für beliebig viele Sprachen im Seitenbaum anlegen.

Multiple Site-Verwaltung
Unternehmenslösungen mit mehreren Internet-, Intranet-, Extranet- und Micro-Sites können alle in ein und demselben System betrieben werden.

Allerdings sollen auch einige Nachteile nicht unerwähnt bleiben

Typo3 ist, wie oben beschrieben, für große Websites ausgelegt. Wer braucht große Websites? Richtig. In den den meisten Fällen große Unternehmen. Deshalb gilt in vielen großen Unternehmen, zumindest in denen ich schon gearbeitet habe, schon einmal folgendes Auschlußkriterium:

Opensource als absolutes NoGo
Die meisten Unternehmen scheuen den Einsatz von Open Source Software aufgrund mangelnder Hersteller-Gewährleistung. Ein Webentwickler kann nicht die Gewährleistung für das komplette Open Source Paket, z.B. bestehend aus LAMP und Typo3, übernehmen.

Hohe Einarbeitungszeit
Bei komplexeren Websites ergeben sich hohe Einarbeitungszeiten, die Wochen oder gar Monate dauern können. Als Webentwickler ist man dann froh, wegen solcher Dinge den Hersteller mit im Boot zu haben.

Hohe Hard- und Softwareanforderungen
Wie bei der Einarbeitungszeit bringt Typo3 auch bei den Hard- und Softwareanforderungen sehr viel Overhead mit, der sich für kleinere Websites (z.B. unter 200 Einzelseiten) nicht wirklich lohnt.

Letztlich ist Open Source nicht wirklich kostenlos
Gerade unter dem Aspekt der beiden letzt genannten Punkte, sowie der eigentlichen Website-Entwicklung, kann eine Typo3 Website schnell Kosten im hohen 4-stelligen Bereich erzeugen. Dies sei hier nur mal der Vollständigkeit halber gesagt.

Weitere Informationen im Internet
Die englischsprachige Community
Die deutschsprachige Community